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Geschichte | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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der Gesellschaft für Kieferorthopädie von Berlin
und Brandenburg e. V.
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Geschichte der Gesellschaft für Kieferorthopädie von Berlin und Brandenburg auch als
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den Sie hier kostenlos herunterladen können. 1953 entstand die Berliner Gesellschaft für Kieferorthopädie (BGKfo) auf Initiative des "Mittwochsclubs", einem Stammtisch von Kieferorthopäden, die sich an diesem Tag in den Pfälzer Weinstuben an der Joachimstaler Strasse trafen, um dort gemütlich zu fachsimpeln. Zu diesem Kreis gehörten die Kollegen Feyerstein, Jacobshagen, Weder (Vater der Kollegin Riefenstahl-Weder), Brückl (Mitverfasser des Lehrbuches Reichenbach E, Brückl H: Kieferorthopädische Klinik und Therapie. Barth, Leipzig, 1952.), Schuchardt (Kieferorthopäde aus Steglitz - nicht der Kieferchirurg gleichen Namens), Hartmann (Vater von Edgar Hartmann), Schnitzer und andere. Eines Tages schickte der „Mittwochsclub“ den Kollegen Schnitzer zu Professor Korkhaus nach Bonn. Schnitzer hatte dort seine Fachausbildung gemacht und stand immer noch in Kontakt mit Korkhaus. In Bonn sollte Schnitzer den Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie fragen, ob ihm eine eigenständige Berliner Gesellschaft für Kieferorthopädie genehm wäre. Korkhaus war von dieser Idee begeistert, und so entstand 1953 die Berliner Gesellschaft für Kieferorthopädie. Der erste Vorstand dieser Gesellschaft bestand aus :
Übrigens verließ Feyerstein 1959 Berlin fluchtartig, als Chruschtschow "hustete". Danach wurden seine Patienten umständlich auf verschiedene Berliner Kollegen verteilt. Das war ausgesprochen lästig, und deshalb wurde die "Lex Feyerstein" geschaffen: Wenn ein Kieferorthopäde seine Praxis in Berlin aufgeben wollte, musste er sich vorher rechtzeitig um die Aufteilung seiner Patienten kümmern. Nach Feyersteins Wegzug aus Berlin galt es, schnell einen "Notvorstand" zu wählen. So wurde
Doch zurück zur jung etablierten BGKfo: Man traf sich nun dort, wo sich die Schauspieler Berlins versammelten: Im Deutschen Bühnenclub, Kurfürstendamm 72, Ecke Schlüterstrasse. Dorthin wurden in den 60er Jahren unter anderem Priv.-Doz. Dr. Lieb, Dr. Dr. Luhr, Prof. Karwetzky, Prof. Fleischer-Peters und Prof. Stahl als Referenten eingeladen. Zu dieser Zeit fanden 2 bis 3 Veranstaltungen pro Jahr statt. Ab 1964 war das Berliner Kindl Restaurant am Kurfürstendamm 255 Veranstaltungsort, und noch später (Ende der 60er Jahre) traf man sich im Gewerkschaftshaus an der Joachimstaler Strasse 20. Dort stand ein regelrechter Vortragssaal zur Verfügung, und alle waren zufrieden, einen so zweckmäßigen, zentralen und auch relativ preiswerten Tagungsort gefunden zu haben. Als aber dann im Zuge der Gesundheitsreformen der damaligen SPD-Regierung kieferorthopädische Behandlungen zu Kassenleistungen wurden, war die Empörung groß. Auch die Gewerkschaften hatten ihren Teil zu dieser Reform beigetragen, und daher wollte man nicht länger unter dem Dach einer Organisation tagen, die den Kieferorthopäden so offensichtlich feindselig gegenüber stand. Man besann sich dann auf die Hochschule als Hort der Wissenschaft und beschloss, dahin zurückzukehren, wo alle Kieferorthopäden einmal beginnen – die Universität. Deshalb war ab 1971 die Zahnklinik der Freien Universität der Tagungsort der BGKfo. Der Unterzeichnete kann sich erinnern, dass zu den Vortragenden dort unter anderem Prof. Stahl und Prof. Schwarze gehörten; aber auch er selbst bekam die Chance, hier die Ergebnisse seiner Dissertation (Zahnbreiten und Zahnbreitenkorrelationen) vorzustellen. In den 70er Jahren waren es dann schon bis zu 5 Vortragsabende, die zum Beispiel von Referenten wie Balan, Gnoinski, Herrmann, Hütel, Miethke, Rinderer, Rossiwall, Schopf, Schulze, Sergl, Sollich, Tammoscheit, Toll, Tränkmann und Witt gestaltet wurden. Sieht man sich diese Aufzählung an, stellt man fest, dass darin mehrere Personen auftauchen, die damals bei Prof. Ch. Schulze promovierten oder bereits promoviert hatten und die Schulze bat, ihre Ergebnisse den Berliner Kieferorthopäden vorzustellen. Im übrigen war es strikte Politik von Schulze, nur Hochschulangehörige als Vortragende einzuladen. Es kostete den Assistenten der kieferorthopädischen Abteilung deshalb erhebliche Mühe (diplomatisches Geschick), die Einladung des einen Praktikers (Toll) durchzusetzen. Möglicherweise gelang dies auch nur deshalb, weil nun mehr und mehr festsitzende Geräte (Multibandapparaturen in wahrsten Sinne des Wortes) aktuell wurden, aber kein alteingesessener deutscher Hochschullehrer (von Stahl bedingt abgesehen) hierüber kompetent referieren konnte. Toll kam, sprach und zeigte Dias von perfekten Gebissen, an denen er selbst viel kritisierte, weil die eine Angulation und die andere Inklination nicht optimal war. Verblüfft sahen die Zuhörer die Ergebnisse von Toll und verstanden die Welt nicht mehr: Keiner erreichte mit seinen herausnehmbaren Geräten auch nur annähernd so schöne Resultate, und da stand einer, dem das alles noch längst nicht gut genug war. Mit dem oben Gesagten klingt bereits an, dass Prof. Dr. Christian Schulze eine führende Rolle übernommen hatte. Daher kurz zu seiner Vita im Zusammenhang mit der BGKfo: Nachdem Schulze unter der Ägide von Professor Ewald Harndt von Göttingen nach Berlin berufen worden war, wurde er wenig später zum Kollegen Jacobshagen "zitiert“, in Sachen Kieferorthopädie „geprüft“ und anscheinend für „würdig befunden". Diese Prüfung erachtete man vermutlich wohl deshalb für erforderlich, weil Schulze als Autodidakt galt wie jeder, der seine Ausbildung nicht bei einer der großen kieferorthopädischen Autoritäten der damaligen Zeit (Korkhaus, Häupl, Hausser, Dausch-Neumann, Nawrath und andere) absolviert hatte. Denn als 1967 ein neuer Vorstand gewählt wurde, bekleideten folgende Personen die folgenden Ämter:
An dieser Stelle muss spätestens eingefügt werden, dass es Ende der 50er Jahre für unsere Kollegen aus dem Ostteil der Stadt zunehmend schwieriger wurde, an den Veranstaltungen im Westteil teilzunehmen. Sie mussten zu diesem Zweck Passierscheine beantragen und den „Kontrollorganen“ gegenüber belegen, dass eine Teilnahme an einer kieferorthopädischen Fortbildung in der „selbständigen politischen Einheit Westberlin“ zwingend notwendig war. Hinzu kam jedes Mal eine umständliche, lang dauernde Anreise. Nach dem Bau der Mauer 1961 konnten die Kollegen aus Ost-Berlin dann gar nicht mehr an den Veranstaltungen der BGKfo teilnehmen. Ein Zusammentreffen zwischen Ost- und West-Berliner Kollegen war nach dem Mauerbau nur noch gelegentlich auf einem EOS-Kongress möglich. Die Erschwernis für die Ostkollegen nach West-Berlin zu fahren, spiegelt sich auch in den Mitgliedszahlen wider. Hatte die Gesellschaft 1960 noch 80 Mitglieder (und 3 Ehrenmitglieder: Prof. Korkhaus, Prof. Brückl und Prof. Schwarze), so waren es 1976 nur noch 58. Und wie ging die Entwicklung der kieferorthopädischen Gesellschaft im Ostteil der Stadt weiter? Charlotte Opitz berichtet: "1952-1959, während der Zeit von Prof. Hans Brückl als Hochschullehrer am Berliner Zahnärztlichen Institut ( ab 1955 Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten der Humboldt-Universität zu Berlin genannt und 1968 in Fachbereich Stomatologie umbenannt ), wurde ein Kieferorthopädischer Arbeitskreis ins Leben gerufen. Dieser wurde nach der Berufung von Prof. Walter Rudolph auf den Lehrstuhl für Kieferorthopädie im Jahr 1960 von diesem weitergeführt und inhaltlich belebt. Aber nach Rudolphs Flucht in die BRD 1961 schlief der Arbeitskreis wieder ein. 1985 wurden die Fortbildungsaktivitäten für die Ost-Berliner Kieferorthopäden von der damaligen Leiterin der Poliklinik für Kieferorthopädie am Fachbereich Stomatologie, Dozent Dr. Charlotte Opitz und ihrem Oberarzt Dr. Hans-Jörg Schenk, wieder aufgenommen. Zweimal jährlich wurden Veranstaltungen mit vorwiegend praktisch orientierten Themen angeboten. Dazu konnten auch auswärtige Referenten eingeladen werden. Nachdem die 2. Vorsitzende der Berliner Gesellschaft für Kieferorthopädie, Dr. Ulrike Löchte, 1987 erstmals den Kontakt hergestellt hatte, wurde sie zu einem Vortrag für die Kollegen des Kieferorthopädischen Arbeitskreises im März 1988 über Aktivator -Headgear Therapie eingeladen. Etwas später im Jahr fand ein weiteres Zusammentreffen mit Patientenvorstellung an der Charite statt und als Doz. Dr. Falck einen Vortrag hielt waren schon 5 West-Berliner Kolleginnen zu Besuch. Der Kontakt wurde über die kommenden Jahre weiter aufgebaut-allerdings waren Treffen nur im Ostteil der Stadt möglich, da die Ost-Berliner Kollegen nicht ausreisen durften. So kam es, daß gleich nach dem Fall der Mauer Ost- und Westkollegen im Hörsaal der Zahnklinik Süd der FU zusammenfanden zu den Vorträgen der Berliner Gesellschaft für Kieferorthopädie. Die Vorlesungen waren überfüllt und es kam sehr schnell zur Mitgliedschaft der meisten Kollegen aus Ost-Berlin in dieser Gesellschaft." Und was tat sich nach dem Bau der Mauer in West-Berlin? Am 26.10.1973 wurde ein neuer Vorstand gewählt, der sich zusammensetzte aus:
Aus jener Zeit sind leider nur wenige Informationen verfügbar, Aufzeichnungen (zum Beispiel über die jährlichen Mitgliederversammlungen) sind gegenwärtig nicht mehr vorhanden. Im übrigen war es so, dass man die gesamten Angelegenheiten, die mit dem Vereinsrecht zusammen hingen, eher auf die leichte Schulter nahm. Erst im Zuge der allgemeinen Bürokratisierung und wahrscheinlich auch des häufigen Missbrauches, der mit der Steuerbefreiung eingetragener Vereine getrieben wurde, wurden die notwendigen Formalitäten und Prozeduren immer aufwendiger. Das bedeutete zusätzlichen Zeiteinsatz der ehrenamtlichen Mitglieder und zusätzlich Geldaufwendungen, denn alles, was notariell verhandelt wurde, verursachte entsprechende Kosten. Das bedeutete aber ebenfalls, dass nun genauere Aufzeichnungen über die Gesellschaftsaktivitäten geführt wurden und diese Aufzeichnungen besser archiviert wurden. Am 12.02.1982 wurde wiederum ein neuer Vorstand gewählt, der sich wie folgt zusammensetzte:
Die Neuwahl des Vorstandes war erforderlich geworden, da Schulze 1981 aus dem Amt schied und zum gleichen Zeitpunkt auch seine sonstigen Verpflichtungen aufgab. Der neue Vorstand hatte sich neue Aufgaben gestellt, und so wurde nun – unabhängig von Rang und Namen – eingeladen, wer Interessantes nach Berlin mitbrachte. Also wurde die BGKfo belebt durch Vortragende aus Praxis und Wissenschaft, aus dem In- und Ausland und auch aus anderen Fachdisziplinen. Stellvertretend für viele Referenten seien hier beispielsweise Prof. Dr. odont. Sten Linder-Aronson und Univ.-Doz. Dr. Martin Richter genannt. Die Mitglieder nahmen die neuen Angebote gern war, und die 2. Vorsitzende, seit 1985 Dr. Ulrike Löchte, unterstützte den Unterzeichneten mit allen Kräften: Mit Vorschlägen für immer neue Einzuladende, aber auch mit Lob für das veränderte kieferorthopädische Klima in Berlin. Überhaupt war die 2. Vorsitzende überaus aktiv: Sie begründete die Zusammenarbeit mit dem Phillip Pfaff Institut, mit deren Leiter, Prof. Dr.Georg Sauer, sie über viele Jahre zahlreiche Kurse veranstaltete, die somit für Mitglieder der BGKfO preisgünstiger angeboten werden konnten: So waren Cetlin, Epker, Tuverson, Isberg, Zachrisson, Slavicek, Toll, Grobety, Marcotte, Bumann, Woodside, Grosse , Scheibe, Langford, Ricketts und Hasund in der Stadt. Darüberhinaus nahm sie 1987 erstmals Kontakt zu den Ost-Berliner Kollegen auf. Diese Kontaktaufnahme und die freundschaftliche Verbindung zu Frau Prof. Charlotte Opitz führte zu einem regelmäßigen Austausch und langsamen Kennenlernen der Kollegen aus Ost- und West-Berlin. Gleich nach dem Fall der Mauer am 9. November 1989 war klar, dass die Berliner Gesellschaft für Kieferorthopädie e.V. das Gremium sein musste, das für alle Kieferorthopäden des gesamten Berlins Fortbildungsveranstaltungen anbietet. Und in der Tat nahmen die Ost-Berliner Kollegen dieses Angebot der BGKfo sehr eifrig wahr: Die Vorträge in der Zahnklinik Süd der Freien Universität waren von nun an eigentlich regelmäßig überfüllt. Sehr schnell schlossen sich immer mehr Kollegen aus Ost-Berlin der BGKfo als Mitglieder an. Die Zahnklinik Süd ist ein eigenes Kapitel der BGKfo. Zunächst einmal versuchte der Vorstand der Gesellschaft Kontakt zu der 1984 berufenen neuen Abteilungsleiterin, Frau Prof. Eva-Andrea Holtgrave aufzunehmen. Alle diese Versuche zur Zusammenarbeit blieben stets unbeantwortet, und deshalb blieb die BGKfo in den Räumen der Zahnklinik immer nur ein zahlender Gast. Durch die Sparmaßnahmen der öffentlichen Hand und die damit zusammenhängenden personellen Einsparungen, wurden die organisatorischen Bedingungen in der FU-Zahnklinik immer unbefriedigender. Das war sicher einer der Gründe, weshalb nun auch mehr oder weniger regelmäßig Vorträge der BGKfo in großen Hörsaal der alten Zahnklinik in der Invalidenstraße stattfanden. Doch auch hier waren die äußeren Umstände nicht immer zufriedenstellend. So bleibt es unvergessen, dass die Zuhörer am Ende eines Abends das Eingangstor verschlossen fanden und nun über einen Zaun klettern mussten, wollten sie nicht einen langen Umweg durch einen schneidend kalten Wind in Kauf nehmen. Was es nun eigentlich war – diese Umstände, oder die langen Wege für die „Westkollegen“ – sei dahingestellt, auf jeden Fall kehrte man irgendwann in dieser Zeit in die alte Südzahnklinik zurück. Zufriedenstellend ist die Situation dort bis heute nicht, aber sie scheint offensichtlich das kleinste Übel zu sein. Im Jahre 1991 dann schied Prof. Miethke nach 18 Jahren Gestaltung als 1. bzw. 2. Vorsitzender der BGKfo aus dem Vorstand aus, der ab 1991 wie folgt besetzt wurde:
Dieser Vorstand war 9 Jahre im Amt und es wurden sehr viele und interessante Veranstaltungen auf die Beine gestellt. Darunter waren erstmals auch Seminare, die in Eigenregie durchgeführt wurden: Als Qualitätszirkel, in denen im kleinen Kreis entweder in Zusammenarbeit mit einem Referenten oder aber auch durch den Seminarleiter allein kieferorthopädische Behandlungsmethoden oder spezielle Untersuchungstechniken mit Patientenbeispielen vorgestellt und im Kollegenkreis diskutiert wurden. Hier seien genannt Dr. Peter Ring mit dem kieferorthopädisch-chirurgischen Seminar und Dr. Susann Zellmann mit dem Herbst-Scharnier-Seminar. Wohl wegen der neuen Mitglieder,die seit 1990 aus Berlin und Brandenburg kamen, wurde auf einer Mitgliederversammlung 1997 der Beschluss gefasst, die Berliner Gesellschaft für Kieferorthopädie in Gesellschaft für Kieferorthopädie von Berlin und Brandenburg (GKfoBB) umzubenennen – sehr zum Leidwesen des Unterzeichneten, wie dieser nicht verhehlen kann. Wohl war die Erweiterung des Interessentenkreises bis nach Brandenburg sehr begrüßenswert, aber musste man deshalb gleich einen alten, traditionellen Namen aufgeben? Sicher muss die Entscheidung auch unter dem Zeitgeist gesehen werden, denn die Befindlichkeiten zwischen ehemals Ost und ehemals West existierten nach wie vor. Wie dem auch sei, nach den Recherchen der 1. Vorsitzenden sollte sich 1998 das Gründungsdatum der GKfoBB zum 40. Male jähren, und so beschloss der Vorstand, dieses Ereignis in größerem Rahmen zu feiern. Es stellte sich dann zwar heraus, dass die GKfoBB schon 45 Jahre alt wurde, aber warum sollte nicht auch das gefeiert werden? Mit überaus großem Engagement brachte es der Vorstand mit vielen stillen Helfern zustande, eine glanzvolle Feier in drei Sälen der ehemaligen dänischen Botschaft im Tiergarten auszurichten. Über diese Jubiläumsfeier soll hier nicht weiter berichtet werden, denn glücklicherweise gibt es dazu eine sehr sehens- und lesenswerte Festschrift. Abschließend noch schnell die aktuellen Angaben. Seit 2000 setzt sich der Vorstand aus folgenden Personen zusammen:
Die Mitgliederzahl am 1. Januar 2001 betrug 204. Das Jahresprogramm 2000/2001 bietet 9 Vorlesungen und 6 Seminare; Zwei Kurse im PPI werden für Mitglieder günstiger angeboten. Das Programm 2001/2002 (September 2001 bis April 2002) wird voraussichtlich im Juni fertiggestellt sein. Insgesamt lässt sich feststellen, dass die GKfoBB bald 50 Jahre alt wird. Aber diese Feststellung ist eigentlich ganz falsch, denn im Grunde ist sie jung, ist sie aktiv, ist sie dynamisch. Das verdankt sie einerseits ihrem jetzigen nimmermüden Vorstand, aber ebenso ihren vielen interessierten und vor allem auch jungen Mitgliedern. Die Gesellschaft hat Höhen und Tiefen durchlebt, aber alle diese Wellenbewegungen scheinen sich bisher auf einer Linie abgespielt zu haben, die stets nach oben gerichtet war. Voranstehende Angaben wurden
zu einem sehr großen Teil von Ulrike Löchte aus Anlass des 45. Geburtstages der
GKfoBB in Gesprächen mit den Prof. R.-R. Miethke Berlin, im Februar 2001 Die Jahre nach dem 45-jährigen Bestehen der Gesellschaft, d. h. die Zeit nach 1998, war geprägt von Kontinuität und Fortführung der Organisation interessanter und anspruchsvoller Weiterbildungsveranstaltungen für die Mitglieder der Gesellschaft und Gäste. In Abstimmung mit der Hochschule, anderen Fachgesellschaften, dem Pfaff-Institut und der Praxis wurde kontinuierlich die Weiterbildung im Bereich Kieferorthopädie ausgebaut. Die gelungene Vernetzung dieser Gruppierungen war die Basis für die große Fortbildungsvielfalt. Auf diese Weise gelang es, das Spektrum der Veranstaltungen fachübergreifend in viele Nachbargebiete über die reine Kieferorthopädie hinaus zu erstrecken. So wurden u. a. Vorträge zur Schmerztherapie, zur Psychologie und zu Entwicklungsstörungen bei Jugendlichen, zur Manuellen Therapie, Sprechtherapie, Therapie von Schlafstörungen oder über die Evidenzbasiertheit kieferorthopädischer Therapie gehalten. Wen es interessiert, die Referentenliste kann hier eingesehen werden. Darüber hinaus wurden in Seminaren die Möglichkeiten der Fallvorstellung und –diskussion geschaffen. Diese Seminare wurden in Eigenregie zu besonderen Themen durchgeführt (u. a. über kombiniert kieferorthopädisch-kieferchirurgische Behandlungen, Kiefergelenkdiagnostik und –therapie, das Herbst Scharnier oder die Pendulum-Apparatur). Nebenbei sei bemerkt, dass im Anschluss an den offiziellen Teil dieser Abende das Fachsimpeln mit den Referenten häufig noch bei einem Glas Wein fortgesetzt wird. So gibt und gab es viele lange Fortbildungsabende, die im kleinen Kreis zuletzt beim Italiener gegenüber im Vale e Peccato endeten. Diese Abende sind sowohl bei den Referenten als auch einer wechselnden Zahl von Mitgliedern sehr beliebt und bleiben für viele in besonderer Erinnerung. Das kollegiale Gespräch - hier wird es praktiziert. Für mich, die ich erst seit etwa 15 Jahren regelmäßig an den Veranstaltungen der Gesellschaft teilnehme, ist nicht nur die Zusammenführung der Mitglieder aus Berlin und Brandenburg zu einer gemeinsamen Gesellschaft eine eindrucksvolle Leistung, sondern insbesondere auch das außergewöhnliche Engagement von Ulrike Löchte. Jahr für Jahr ist es besonders ihr zu verdanken, dass 6-8 Referenten zu den Freitagsvorlesungen eingeladen, Kurse im Philipp-Pfaff-Institut initiiert und deren Organisation begleitet wurde. Daneben wurden Seminare mit den Kieferchirurgen der Stadt abgestimmt und in das Programm aufgenommen. Die Mitglieder sind Ulrike Löchte für ihren großen, stets fördernden Einsatz, ihre vielen fachlichen Anstöße zu besonderem Dank verpflichtet. In den letzten Jahren gelang es dann der 1. Vorsitzenden zusammen mit dem Vorstand, die umfangreiche ehrenamtliche Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen. So wurde der Beirat auf 10 Beisitzer zu einem größeren Kreis erweitert. Die Einladung und Betreuung der Referenten sowie die Moderation der Abendveranstaltungen wird seitdem unter diesen Kollegen abgestimmt und im Team organisiert. Die Feier wurde ein großes Fest – ein würdiger Abend für ein 50-jähriges Jubiläum, aufgeschrieben von der Schriftführerin Susanne Christiansen-Koch und nachzulesen in einem Bericht für die Kammermitteilungen in Berlin und Brandenburg. 2003 wurde ein neuer Vorstand gewählt bzw. der bestehende Vorstand in seinen Ämtern bestätigt. Ulrike Löchte, die sich ein letztes Mal zur Wahl stellte, sorgte in ihrer dann letzten Amtsperiode für eine ruhige und geordnete Übergabe ihrer Aufgaben.
Die Webseite www.kfobb.de wurde 2003 unter Federführung von Dr. Susann Zellmann eingerichtet. Sie ermöglicht seither einen schnellen Überblick über alles Aktuelle, insbesondere die Fortbildungsveranstaltungen. Die Zusammenarbeit mit dem Philipp-Pfaff-Institut (PPI) im Fachbeirat übernahmen in den letzten Jahren Prof. Dr. Ralf Radlanski als Vertreter der Hochschule und Dr. Michael Thomas als Vertreter der niedergelassenen Kollegen. Das Ziel der Gesellschaft für Kieferorthopädie von Berlin und Brandenburg ist es, im PPI das Angebot ausgesucht anspruchsvoller Kurse für Kieferorthopäden und nicht nur Kurse oder Curricula für kieferorthopädisch tätige Zahnärzte zu fördern. Die Gesellschaft arbeitet weiter sehr motiviert daran und strebt eine enge Zusammenarbeit mit der Leitung des „Pfaff“ an. Dr. Gabriele Reihn übernahm zunächst im Beirat die Koordination der Veranstaltungstermine, um so immer mehr in die Vorstandsarbeit hineinzuwachsen bis sie bei der Neuwahl des Vorstandes am 12.05.2006 zur 1. Vorsitzenden gewählt wurde. Seit 2006 setzt sich der Vorstand aus folgenden Personen zusammen. Am selben Abend, dem 12.05.2006, wurde Ulrike Löchte aus ihrem Amt verabschiedet und mit einer kleinen Feier geehrt: Verabschiedung der langjährigen 1. Vorsitzenden. Die Zahl der Mitglieder der Gesellschaft war in den letzten Jahren mit ca. 220 Mitgliedern nahezu konstant. Seit 2002/2003 beträgt der jährliche Mitgliedsbeitrag 75 Euro, der Beitrag pro Abendveranstaltung für Nichtmitglieder beträgt 20 Euro. Aufgrund eines Mitgliederbeschlusses im Jahr 2000 sind in der Gesellschaft Assistenten in Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie, Zahnärztinnen im Erziehungsurlaub und arbeitslose FZÄ vom Beitrag befreit. Die Gesellschaft ist als gemeinnützig anerkannt. Ihr gehören inzwischen 3 Ehrenmitglieder an: Prof. Charlotte Opitz, Dr. Ulrike Löchte und Prof. Edmund Bredy. Bei einer Umfrage unter den Mitgliedern im Jahr 2004 ergab sich, dass die Mehrzahl der Teilnehmer mit den Veranstaltungen zufrieden ist und der Termin am Freitagabend allgemein angenommen wird. Insgesamt wurde eher eine Mischung unterschiedlichster Themen in einer Veranstaltungsreihe als ein durchgehendes Thema über mehrere Vorlesungen gewünscht. Die Wünsche der Mitglieder umzusetzen, wurde bei der Auswahl der Themen und Referenten für die Vorlesungsperioden immer wieder im Auge behalten. Seit 2004 werden nach den Richtlinien des gemeinsamen Fortbildungsausschusses von DGZMK und BZÄK 2 Fortbildungspunkte pro Abendfortbildung vergeben. Eva - Maria Stiller Hier finden Sie eine Liste der Referenten der Gesellschaft für Kieferorthopädie von Berlin und Brandenburg e. V. |
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